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Ein Katzenbaby zieht ins Heim

Ein Katzenkauf will gut überlegt sein! Schließlich bedeudet der Einzug einer Samptpfote viel Verantwortung, und das ein Katzenleben lang. Mit etwas Glück kann dieses gut 15-20 Jahre dauern. Grund genug sich vor einer Anschaffung einige Fragen zu stellen, wie z.B. ob man sich eine Katze überhaupt leisten kann. Mal von den Anschaffungskosten abgesehen, kostet eine Katze rund 9.000 EUR nach Berechnungen des deutschen Tierschutzbundes in ihrem Leben. Und da sind die Kosten, welche für Situationen wie Krankheit oder Unfälle (vor denen kein Lebewesen gefeilt ist) noch nicht mitberechnet, und diese Kosten können auch ganz schnell vierstellige Summen erreichen.
Auch müssen Sie sich überlegen, ob Sie genug Zeit für so eine Katze haben. Zwar sind unsere Samtpfoten sehr selbsständig, aber trotzdem möchte die Katze gern auch mit Ihnen Zeit verbringen, beim spielen, kuscheln u.s.w., egal wie anstrengend der Arbeitstag war.
Eine weitere Frage ist die allergische Reaktion. Eine Katzenhaarallergie sollte man unbedingt im Vorfeld abklären, denn nichts ist so schlimm, wie die gerade eingezogenen Tiere wieder abgeben zu müssen, für Halter und auch für die Katzen.
Auch müssen Sie bedenken, dass gerade Katzenkinder unheimlich viel Unfug im Kopf haben. Klar bekommen diese von mir schon eine Einführung in Sachen Erziehung, aber diese ist noch lange nicht abgeschlossen, und braucht ihre toleranten Hände, und vor allem starke Nerven.

Unsere Katzenbabys verlassen erst im Alter von 13-14 Wochen ihre Mama und Geschwister. Wenn sie ausziehen, besitzen alle Kitten einen gültigen Abstammungsnachweis, sind bereits mind. zweifach geimpft (auch gegen Tollwut), mehrfach entwurmt, und bestens sozialisiert. Meine Katzebabys wachsen inmitten der Truppe und Familie im Wohnzimmer auf. Die Elterntiere werden regelmäßig auf Herz und Niere untersucht, und die Ergebnisse sind auf den jeweiligen Katzenseiten zu erkennen. Mir selbst gefällt der moderate und kompakte Maine Coon Typ sehr gut, auch wenn bei meinen Sprösslingen auch mal lange Schnauzen oder riesen Ohren auftreten, werden aus ihnen niemals hochbeinige, krokodilschnauzige, mit Fledermausohren besetzte Katzen werden, sondern eher die kuscheligen und kompakten, großen Teddybären.
Eine gute Aufzucht kostet Geld, deswegen gibt es meine Kätzchen nicht zum Schnäppchenpreis. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Interessent nach dem Preis fragt, aber bitte, beschreiben Sie doch auch ein wenig, warum Sie sich gerade für eines meiner Babys interessieren, und wie Sie sich ein Zusammenleben vorstellen. Mir liegt sehr viel daran meine Babys in ein super zu Hause zu vermitteln, und ich finde, es ist einfach auch höflicher, als nur eine plumpe Frage nach dem Preis, denn es handelt sich hier ja um Lebewesen, und nicht irgendeinen Computer, den man später irgendwo abstellt!
Auch sollten Sie bedenken dass gerade zu Wohnungskatzen unbedingt ein Artgenosse gehört, um sich katzengerecht auszutoben, denn anders als oft vermutet sind Katzen soziale Tiere, und fühlen sich gerade in Wohnungshaltung sehr schnell einsam. Gut sozialisierte Katzenkinder sollten daher immer mit mindestens einen Artgenossen aufwachsen, mit dem sie dann oft eine lebenslange enge Freundschaft verbindet. Zwei Katzenkinder bedeuten zwar etwas mehr Ausgaben, dafür aber doppelte Freude --- und das Wissen, dass zu Hause keine gelangweilte Miez traurig darauf wartet, dass das Herrchen endlich heim kommt!

Wenn meine Katzenzöglinge unser zu Hause verlassen, ziehen sie nicht einfach so aus, sondern ich bringe generell die Kleinen in ihr neues Heim. Ich selbst möchte ja auch sehen, wo sie ab jetzt leben werden, und des weiteren habe ich auch das Gefühl, dass es den Babys leichter fällt in der neuen Wohnung, wenn noch ein vertrauter Mensch dabei ist. Meist fühlen sie sich schon nach wenigen Minuten heimisch, und fangen an die unbekannte Umgebung, und das herumliegende Spielzeug zu inspizieren.
Wenn das neue Katzenkind endlich einzieht sollten unbedingt schon einige Assesoirs vorhanden sein. Jedes Tier sollte einen eigenen Futternapf haben und auch ein großer Trinknapf sollte vorhanden sein. Sie sollten dabei beachten, dass die Näpfe aus Keramik, Ton oder Edelstahl bestehen, denn der Nachteil bei Plastiknäpfen ist, dass sie sehr schnell zerkratzen, und sich in den Kratzer auch sehr schnell Bakterien ansiedeln. Auch leiden empfindliche Katzen bei Plastiknäpfen sehr schnell an Kinnakne.
Was die Katze frisst muss in verdauter Form auch irgendwie wieder heraus. Deshalb ist ein Katzenklo einer der wichtigsten Gegenstände im Haushalt. Auch hier gilt wieder, dass pro Katze ein Katzenklo zur Verfügung stehen sollte. Meine Katzenbabys sind sowohl offene wie auch Haubenklos gewöhnt, so dass diese auch ganz nach Ihrem Geschmack organisiert werden können.
Wichtig ist auch die Auswahl eines guten Kratzbaumes. Gerade bei Coonies sollte es kein 0-8-15 Baum sein, denn wenn sich 7-10 Kilo mit Schwung auf eine Liegefläche stürzen, dann ist so eine billige Spanplatte sehr schnell im Eimer. Auch beim Transportkorb sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Wenn Sie dazu fragen haben, können wir das gern alles in einem persönlichen Gespräch bereden.
Mit den neuen Familienmitgliedern bringe ich im Übrigen auch ein kleines Futterpaket, eine Auswahl an Lieblingsspielzeugen, gute Abendlektüre für die neuen Katzeneltern, und das ein oder andere mehr noch mit ins neue Heim.

Ich habe schon oben beschrieben, dass meine Katzenkinder beim Auszug bereits mind. zweimal geimpft, und mehrfach entwurmt sind. Desweiteren lasse ich auch all meine Babys bereits im Alter von mind. 12 Wochen kastrieren. Dies hat Vorteile für die Babys, für die neuen Besitzern, und auch für mich. Ich selbst, meine Katzenzöglinge, und auch die neuen Besitzer haben bisher noch nichts negatives durch die zeitige Kastration erfahren. All meine Jungtiere haben sich prächtig entwickelt, wie sie auf den Seiten der letzten Würfe sehen können. Natürlich wollen sich neue Katzeneltern aber genauestens informieren. Deswegen können Sie auf den Seiten der Tierhilfe Kassel sehr viel Wissenswertes rund um die Katze, und auch zur Frühkastration erfahren.

Der Artikel aus der Zeitschrift "Katzen extra - Ein Kitten zieht ein" in der Ausgabe 05/2011, hat mich für den oben geschriebenen Text inspiriert. Aus diesem Grund wurden einige Phasen aus dem Artikel übernommen, oder in leicht geänderter Form nieder geschrieben.